Als Rückblick auf des Stadtmauerfest aus dem Jahr 2004 ist hier einen Beitrag der damals vom SWR ausgestrahlt wurde und in dem man auch sehr viel Informatives erfahren kann was die Vereine hinter den Kulissen so alles vorzubereiten haben.
Dem Museum Augenblick sollte jeder einen Besuch abstatten, der schon immer einmal wissen wolle, wo das Kino eigentlich seinen Anfang hatte.
Prangerg‘schichten
Urteilsverkündungund und Bestrafung liederlichen Gesindels darf natürlich auch nicht fehlen.
Im Jahr 2004 fand zum ersten mal die "Nördlinger Bierbeschau anno 1466" statt. Hierbei galt es nach spätmittelalterlicher Tradition das anlässlich zum Stadtmauerfest gebraute Bier, nämlich den sogenannten "Danieltrunk" zu begutachten und den Preis für die Halbe Maß für die Festtage festzulegen.
Alte Bekannte, die man immer wieder auf dem Stadtmauerfest erleben kann sind die Gaukler der Gruppe Firlefanz. Ihr Lager schlagen sie traditionell im sogenannten "Brandstätter Hof" wo sie das dortige Publikum mit allerlei Spaß und Gaukelei unterhalten. Alle drei Jahre lässt die Feuerwehr Nördlingen aus dem Parkplatz in der Nauebaugasse den "Brandstätter Hof" entstehen, man kann dort neben Speis und Trank auch das Schwedenlager der Gruppe "Sperreuth" bewundern.
www.firlefanz.de
Eine Weitere Gruppe, die für viel Spaß auf dem Stadtmauerfest sorgt ist
www.aptus-ludus.de
Ein unvergesslicher Höhepunkt am Freitag Abend des Stadtmauerfestes 2007 war der Auftritt der Truppe Furunkulus. Die Spielleut für die Ewigkeit verwandelten innerhalb von kürzester Zeit den Marktplatz vor der St. Georgskirche in einen wahren Hexenkessel.
www.handwerksfilme.de
Folgenübersicht
Was wären Mittelalterfeste ohne Lagerleben. Nichts! Darum haben über die gesamte Altstadt hinweg die Landsknechte verschiedenster Vereine ihre Quartiere aufgeschlagen. Dort präsentieren sie stilgerecht ihre Ausrüstung oder Dinge wie das Kettenhemdflechten. Natürlich darf eine Vorführung ihrer Waffengewalt nicht fehlen. Und so kann man z.B. im Ochsenzwinger an der Alten Bastei die Schwertfechtgruppe „Einherjer“ oder Landsknechte aus ganz Süddeutschland beim Kanonenschießen bestaunen. Sowie den Landsknechten des Schwedenlagers „Hortus Bellicus“ im Graben an der Baldinger Mauer beim Salutschießen zusehen.
Am 11. Juni 2007 kam der Historische Kaufmannszug in Nördlingen an. Insgesamt umfasste der Tross 15 Fuhrwerke, 35 Pferde und annähernd 120 Mitwirkende in historischen Kostümen. Der Zug war auf der 330 Kilometer langen Reise von Augsburg nach Seligenstadt, einer alten Kaufmannsstraße. Als er in Nördlingen ankommt wird er von Oberbürgermeister Hermann Faul und mit einer festlichen Ansprache des historischen Bürgermeisters vom Verein Alt Nördlingen vor der Freitreppe am Nördlinger Rathaus herzlich empfangen. Auf der Wiese des Burger Weihers (beim Eisplatz ) wurde das Übernachtungsquartier aufgeschlagen.
Am Sonntag Abend wurde dann mit dem Großen Zapfenstreich das Stadtmauerfest mit der Gebetsszene aus dem Stück "Die arge Not von Nördlingen" wieder beendet.
„Des Tages Ende ist gekommen
und Stille kehrt nun bei uns einen.
Bald ist des Lichtes Spur verglommen
Der Schatten kühle hüllt uns eine.
Was wir geschaffen mit den Händen
was Ziel uns war hier in der Zeit
das alles muss auf Erden enden
wenn uns bedrängt die Dunkelheit.
Lasst mutig uns der Ängste wehren
die Zuversicht sei unser Stab
wenn wir voll Dank das Antlitz kehren
zu dem der uns das Leben gab.
Herrgott auf Knien wir danken
dass du uns so gnädig bewacht
unser Leben verschonet
gebrochen der Feinde Macht
ihm der den Sieg uns verleihet
Trost und Geborgenheit
sei unser Loblied geweihet
Heut und in Ewigkeit.
Herrgott du Lenker der Zeiten
sei unser Fürsprecher du
lass unsere Stadt nun erblühen
schenk ihr den Frieden dazu.“
Zum festlicher Abschluss singt der ganze Marktplatz dann die Nationalhymne.

