Stadtmauerfest 2004

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Als Rückblick auf des Stadtmauerfest aus dem Jahr 2004 ist hier einen Beitrag der damals vom SWR ausgestrahlt wurde und in dem man auch sehr viel Informatives erfahren kann was die Vereine hinter den Kulissen so alles vorzubereiten haben.




Eine kulinarische Köstlichkeit

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Der Rahmfleck ist nicht nur auf dem Nördlinger Stadtmauerfest eine sehr beliebte Mahlzeit. Auch auf anderen historischen Festen und Märkten kann man diese kulinarische Köstlichkeit, die in Steinbacköfen entsteht für 3 Taler erweben. Der Fladen selbst besteht aus Roggenbrotteig der mit Sauerrahm Zwiebeln, Speck und Lauch belegt ist. Am besten schmeckt er natürlich wenn er gerade frisch dampfend aus dem Steinbackofen kommt. Einer der vielen Stände an dem man das leckere Gebäck kaufen kann ist direkt auf dem Tändelmarkt zu finden.

Die Reichsmünzstätte Nördlingen

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Auf dem Stadtmauerfest kann man vor der Neuen Schranne auch Münzprägern zusehen. Das Privileg des Münzprägens hatte Nördlingen schon im Mittelalter.
Der gewaltige Umsatz auf der Nördlinger Messe veranlasste König Sigmund, im Jahr 1418 in Nördlingen eine Reichsmünzstätte zu errichten. Im Jahr 1431 verpfändete Sigmund die Nördlinger Münze wie auch die von Frankfurt und Basel an Konrad von Weinsberg, von dem sie sich, weil eine Auslösung nicht erfolgte, 1452 auf seine Kinder vererbte. Nach dem Tod Philipp von Weinsberg im Jahre 1503 kam die Nördlinger Münze an dessen Tochtermann Eberhard von Epstein, der sich seit 1505 Graf von Königstein nannte. Seit 1535 war sie im Besitz des Grafen Ludwig von Stolberg, bis sie im Jahr 1571 im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den Münzmeister Jakob Binder, der wie schon so mancher seiner Vorgänger schlechte Münzen gemacht hatte, ihr Ende fand.
Das Münzhaus gibt es heute noch und es befindet sich wie könnte es auch anders sein am Anfang der Münzgasse. Aktuell wird das sehr gut erhaltene Fachwerkhaus wieder unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten von Grund auf saniert.

Stempel und Münzen, 15. Jht.


Münzen geprägt auf dem Stadtmauerfest 1996

Weitere Informationen:

Der letzte seines Standes?

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Ich denke jeder hat schon einmal eine Folge dieser sehr bemerkenswerten Serie gesehen. Wer ein Fan von altem Handwerk, wie es auch auf dem Nördlinger Stadtmauerfest auf dem Brettermarkt, dem Schäfflesmarkt, dem Kohlenmarkt oder in der Neubaugasse gezeigt wird ist und dem der Titel "Der letzte seine Standes?" dennoch nichts sagt, der hat dringenden Nachholbedarf. Diese einmalige Sendereihe stellt in jeder Folge alte Handwerksberufe vor, die vom Aussterben bedroht sind oder sogar mit dem vorgestellten Meister aussterben werden, da es keinen Nachfolger mehr gibt. Gerade da Nördlingen seit jeher seine Traditionen mit äußerster Sorgfalt pflegt kann man gerade hier sowie im gesamten Ries noch etliche Spuren von altem Handwerk antreffen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass allein 4 der 68 Folgen der Serie Berufe zeigt die es nur noch in Nördlingen gibt. Wer diese einmaligen Bilddokumente also noch nicht gesehen hat sollte dies unbedingt noch tun. Leider wurde die Serie vor kurzem vom Bayerischen Rundfunk eingestellt vereinzelt kommen zwar noch Wiederholungen, aber es gibt auch die Möglichkeit sich einzelne Folgen auf der Homepage von "Der letzte seines Standes?" auf DVD und Video zu bestellen. Wer weiß vielleicht kann man noch einmal mit einer Limited DVD Edition "Nördlinger, letzte ihres Standes" rechnen. Gerade zum Historischen Stadtmauerfest 2010 wäre dies etwas ganz besonderes.


www.handwerksfilme.de
Folgenübersicht

Lagerleben und Kanonen

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Was wären Mittelalterfeste ohne Lagerleben. Nichts! Darum haben über die gesamte Altstadt hinweg die Landsknechte verschiedenster Vereine ihre Quartiere aufgeschlagen. Dort präsentieren sie stilgerecht ihre Ausrüstung oder Dinge wie das Kettenhemdflechten. Natürlich darf eine Vorführung ihrer Waffengewalt nicht fehlen. Und so kann man z.B. im Ochsenzwinger an der Alten Bastei die Schwertfechtgruppe „Einherjer“ oder Landsknechte aus ganz Süddeutschland beim Kanonenschießen bestaunen. Sowie den Landsknechten des Schwedenlagers „Hortus Bellicus“ im  Graben an der Baldinger Mauer beim Salutschießen zusehen.